Unsere Geschichte


um 1084:

Benediktinerinnen aus St. Irminen in Trier leben in einem Konvent in Machern.

Ende des 12. Jahrhunderts:

Das Konvent resigniert und wird geräumt.

um 1228:

Neugründung durch den Probst des Stiftes St. Paulin in Trier.

1238:

Machern wird der Abtei Himmerod unterstellt und wird fortan als Zisterzienserinnen-Abtei beschrieben. Zum Neubau des Konvents erhielt Machern einen päpstlichen Ablassbrief.

1240:

beginnen die baulichen Aktivitäten.

1262:

Einweihung der neuen Klosterkirche St. Maria.

1395:

Dem Kloster werden Patronatsrechte, das Recht des Weinausschank als auch die Gerichtsbarkeit während der Jahrmärkte in Machern verliehen. Durch seine Lage an der Mittelmosel sowie seine Besitzungen in Wehlen, Zeltingen und Rachtig entwickelte sich Machern zu einem Zentrum des Weinbaus. Schenkungen durch einheimische Bürger und Familien aus dem niederen Adel in Form von Landbesitz förderten diese Entwicklung und machten das Kloster zu einer wohlhabenden Abtei.

1569:

Durch die Folgen der Reformation besteht das Konvent jetzt nur noch aus 8 Klosterschwestern, von denen jedoch bis 1574 sechs von der Pest dahingerafft werden.

ab 1574:

Unter Äbtissin Maria von Metternich und ihrer Nachfolgerinnen beginnt eine neue Blütezeit, die wirtschaftlichen Verhältnisse verbessern sich.

1618 - 1648

Wiederum muss Machern Rückschläge, jetzt durch die Wirren des Dreißigjährigen Kriegs hinnehmen, dessen Auswirkungen das Kloster und seine Gebäude nicht verschonen.

1688 - 1700:

Grundlegende Neu- und Umbauten der Anlage im Stile das Barocks unter Äbtissin Maria Ursula von Metternich. Teile der heute noch existierenden Gebäude verdanken ihr Aussehen diesen Bauarbeiten sowie Umgestaltungen unter der nachfolgenden Äbtissin Maria Theresia Antoinette von Kolb.

1793:

Ökonomische Einbußen und der Verlust klösterlicher Traditionen während des 18. Jahrhunderts führen wieder zum allmählichen Niedergang des Konvents, der jetzt nur noch aus 6 Schwestern besteht.

1802:

Französische Revolutionstruppen lösen die Frauengemeinschaft auf. Die Säkularisierung wurde in Machern am 22.Juli 1802 vollzogen. Die letzten 4 Nonnen verlassen im selben Jahr das Anwesen.

1803:

Der neue Eigentümer lässt die Gebäude zur landwirtschaftlichen Nutzung einschneidend umbauen: So wurde zum Beispiel die Klosterkirche profaniert, die Kirchenfenster vermauert und der Bau anschließend als Scheune genutzt. Bei den Umbauten wurden Decken und Wände der Gebäude stark beschädigt.



1806:

Um fortwährenden Einquartierungen französischer Soldaten ein Ende zu bereiten, wird zudem der moselseitigen Ostflügel der Anlage abgerissen. Bis zu seinem Abriss war der Kern des Gebäudeensembles, eine geschlossene Vierflügelanlage, für eine Nutzung als Militärunterkunft gut geeignet.

1969:

Weingutsbesitzer Franz Schneider kauft das Anwesen und investiert großen Summen in Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten, welche 20 Jahre andauern.

2000:

Günter Reh erwirbt das Gebäudeensemble und lässt die erhaltenen Räumlichkeiten bis 2004 grundsanieren.

2004:

Eröffnung der Klosterbrauerei mit angeschlossener Brauhaus-Gastronomie. Auf dem weitläufigen Gelände befinden sich zusätzlich eine Weinstube, ein Museum mit historischem Spielzeuge und Ikone.